Antworten auf Fragen zur aktuellen Telefonbefragung

Antworten auf Fragen zur Telefonbefragung

Herzlich Willkommen auf dieser Informationsseite zur Studie „frauen leben 3“, insbesondere, wenn Sie zu den Teilnehmerinnen der Telefonbefragung gehören, die im Rahmen dieser Studie durchgeführt wird!

 

Ende März war der Startschuss für die vierte Runde der Telefonbefragung zum Thema Partnerschaft, Familie und Familienplanung, die im Rahmen des Forschungsprojektes „Familienplanung im Lebenslauf - frauen leben 3“ durchgeführt wird. Projektträger ist das Sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen | FIVE Freiburg (SoFFI F.), das mit der Universität Freiburg zusammenarbeitet.

Wir möchten uns auf diesem Wege recht herzlich bei allen Frauen bedanken, die bereits an der Telefonbefragung, die von dem bekannten Umfrageinstitut KANTAR GmbH (vormals Emnid) durchgeführt wird, teilgenommen haben oder in den nächsten Wochen noch teilnehmen werden. Durch Ihre Bereitschaft, uns ein Telefoninterview zu geben, tragen Sie maßgeblich dazu bei, die Arbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Auftraggeberin der Studie, konkret zu unterstützen und allgemein das Verständnis für die Lebenssituation und die Sichtweise von Frauen in Bezug auf die Themen Familie und Familienplanung zu fördern.

Im Namen der an der Studie Beteiligten

 

Prof. Dr. Cornelia Helfferich

 

                        – Zu den beteiligten Einrichtungen und den Ansprechpartner*innen siehe unten –

 

 

Vielleicht haben sich für Sie beim ersten Kontakt mit KANTAR oder nach dem Telefoninterview Fragen ergeben, wie z.B.

 

  • Warum diese Studie?
  • Wie sind Sie auf mich gekommen?
  • Wie lange dauert das Interview? Was werde ich gefragt?
  • Wo kann ich etwas über die Studienergebnisse erfahren?
  • Ist der Datenschutz gewährleistet?
  • Entstehen Nachteile, wenn ich nicht teilnehme?
  • Wer ist beteiligt? An wen kann ich mich mit weiteren Fragen wenden?

 

 

  • Warum diese Studie?

Ziel der Studie „frauen leben 3“ ist es, ein umfassendes Bild zur Lebenssituation und zur Sichtweise von Frauen in Bezug auf die Themen Partnerschaft, Kinder oder keine Kinder, Familie, Vereinbarkeit usw. zu beschreiben. Wie stehen Frauen zur Kinderfrage? Wie entwickelt sich das Leben mit Kindern und ohne Kinder? Wie lassen sich Beruf und Familie heute miteinander vereinbaren? Und in welchen Situationen kommt es zu Schwangerschaftskonflikten?

2012 wurde eine erste Befragung von 4000 Frauen in Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen und Sachsen durchgeführt (Ergebnisse der ersten Befragungsrunde zugänglich unter: frauen leben 3 – Schwerpunkt Ungewollte Schwangerschaften: Abschlussbericht). In einer zweiten Befragungsrunde im Jahr 2016 wurden 4.519 Frauen in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz interviewt. Die dritte Befragungswelle 2017/2018 richtete sich an die Bundesländer Brandenburg, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und erreichte weitere 6.001 Frauen.

Jetzt sollen insgesamt 4.500 Frauen in vier weiteren ausgewählten Bundesländern telefonisch befragt werden (Bayern, Hessen, Saarland und Sachsen-Anhalt). Der regionale Bezug ist wichtig, da jedes Bundesland unterschiedliche strukturelle Rahmenbedingungen aufweist, die sich als einflussreich auf das Schwangerschaftsgeschehen erwiesen haben.

Die Ergebnisse sind notwendig, damit die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die die Studie in Auftrag gegeben hat, ihre Unterstützungsangebote und -materialien weiterentwickeln und Familien- und Schwangerschaftsberatungsstellen ihre Beratungsangebote weiter verbessern können.

 

  • Wie sind Sie auf mich gekommen?

Für die Stichprobe wurden nach dem Zufallsprinzip Telefonnummern aus den Telefonverzeichnissen der vier beteiligten Bundesländer Bayern, Hessen, Saarland und Sachsen-Anhalt ausgewählt. Bei diesen Nummern wurden die letzten beiden Ziffern abgeschnitten, und durch eine Zufallsfolge von Ziffern ersetzt. Auf diese Weise kann man auch diejenigen einbeziehen, die keinen Eintrag in den offiziellen Verzeichnissen haben. Die eingesetzten Telefonnummern verteilen sich jeweils über das gesamte Gebiet der Bundesländer, so dass am Ende der Befragung Informationen aus eher städtischen und eher ländlichen bzw. aus südlichen und nördlichen Regionen vorliegen.

 

  • Wie lange dauert das Interview? Was werde ich gefragt?

Das Interview geht im Schnitt eine halbe Stunde, mal etwas länger, mal etwas kürzer, je nachdem, was es zu berichten gibt. Die Fragen berühren die Bereiche Partnerschaft, Kinder und Kinderwunsch, Familienplanung und ihre Umsetzung, Ausbildung und Arbeit, Lebensbedingungen, die eine Bedeutung für Familienplanung und Familie haben. Weil Familienplanung immer auch Lebensgestaltung ist und man manches nur aus der Lebensgeschichte heraus versteht, berühren einige Fragen die Vergangenheit, andere die heutige Situation.

Mit einigen wenigen Frauen werden wir zu einem späteren Zeitpunkt noch ein weiteres, vertiefendes Interview führen, dann eher in Gesprächsform, um die Möglichkeit zu geben, alles äußern zu können, was zum Thema wichtig ist. Deshalb werden am Ende des Interviews einige Frauen gefragt, ob Sie Interesse daran haben, dieses zweite Interview mitzumachen. Auch bei diesem zweiten Interview ist die Teilnahme freiwillig! Dieses Interview wird nicht von Kantar, sondern direkt vom Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen | FIVE Freiburg (SoFFI F.) durchgeführt. Damit wir zu den Frauen mit Interesse an der Teilnahme Kontakt aufnehmen können, um einen Termin für das weitere Interview auszumachen, wird Kantar in diesem Fällen den Namen und die Telefonnummer aufnehmen.

 

  • Wo kann ich etwas über die Studienergebnisse erfahren?

Wir gehen davon aus, dass die Telefonbefragung im August dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Ergebnisse, die die Erhebung in den letzten vier Bundesländern einbeziehen, werden ab Herbst 2020 vorliegen, im Winter 2020 werden die dazugehörigen Länderberichte erscheinen (z.B. Länderbericht Nordrhein-Westfalen, weitere Länderberichte hier).

Wir werden Sie über die Homepage des Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts zu Geschlechterfragen (www.soffi-f.de) darüber informieren, wann erste ausgewählte Ergebnisse von der BZgA veröffentlicht werden.

Schauen Sie ab und zu auf unsere Homepage! Auf der linken Spalte finden Sie den Forschungsbereich „Familie, Familienplanung“. Unter dem aktuellen Projekt frauen leben 3 werden Hinweise auf Veröffentlichungen gegeben.

 

  • Ist der Datenschutz gewährleistet?

Das Forschungsprojekt richtet sich streng nach den Vorschriften der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und allen anderen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Alle Beteiligten (s. unten) unterliegen der Schweigepflicht und dem Datenschutz. Alle Studien, die KANTAR GmbH durchführt, werden datenschutzrechtlich geprüft. Ihre Telefonnummer wird nur gespeichert, solange die Befragung läuft, und diese Aufbewahrung erfolgt immer getrennt von den inhaltlichen Daten. Nach Abschluss der Befragung wird sie gelöscht. Die Antworten werden gleich während der Befragung in den Computer eingegeben. Die Ergebnisse werden ausschließlich in anonymisierter Form berichtet, z.B. in der Form „die 20- bis 34-jährigen Befragten bekommen früher ihr erstes Kind als die 35- bis 44-jährigen Frauen“ oder „53% der Frauen in Mecklenburg-Vorpommern haben zwei Kinder“. Niemand kann erkennen, wer an der Studie teilgenommen hat und welche Person welche Angaben gemacht hat.

 

  • Entstehen Nachteile, wenn ich nicht teilnehme?

Nein! Wir sichern Ihnen ausdrücklich zu, dass Ihnen keine Nachteile entstehen, wenn Sie nicht teilnehmen oder wenn Sie einzelne Fragen nicht beantworten.

Anmerkung: Der Datenschutz verlangt, dass die Teilnehmenden darüber informiert werden, dass ihnen keine Nachteile entstehen, wenn sie nicht an der Befragung teilnehmen oder einzelne Fragen nicht beantworten. Dahinter steht der Gedanke, dass die Teilnahme völlig freiwillig sein soll und nicht unter dem Gefühl irgendeiner Verpflichtung oder Befürchtung zustande kommen soll. Diese Formulierung ist allgemein vorgegeben und hat eine Berechtigung vor allem bei amtlichen Umfragen wie dem Mikrozensus. Aufgrund der Anlage unserer Studien haben wir überhaupt keine Möglichkeiten, Nachteile entstehen zu lassen, da wir nicht registrieren, wer nicht zur Teilnahme bereit war und auch nicht zurückverfolgen können, wer eine Frage nicht beantwortet hat. Deshalb ist die Formulierung „dass Ihnen keine Nachteile entstehen“ eigentlich irreführend. Dennoch verwenden wir die Formulierung, um dem Datenschutz zu genügen und falls doch irgendwelche Befürchtungen existieren sollten.

 

  • Wer ist wie beteiligt? An wen kann ich mich mit weiteren Fragen wenden?

Auftraggeberin der Studie ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Das Gesamtkonzept und die Auswertung sind Aufgaben des Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitutes zu Geschlechterfragen | FIVE Freiburg (SoFFI F.) - Teil des Forschungs- und Innovationsverbundes (FIVE) an der Evangelischen Hochschule Freiburg – sowie der Universität Freiburg. Die Telefonbefragung als Teil der Studie wird von KANTAR als Spezialisten für Telefonbefragungen durchgeführt. Im Folgenden finden Sie die Namen und Telefonnummern von Ansprechpartnern und -partnerinnen, an die Sie sich mit weiteren Fragen wenden können.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als Auftraggeberin
Die BZgA (www.bzga.de) gehört zum Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums. Sie hat die Aufgabe, die Gesundheit von Menschen zu erhalten und zu fördern. 1992 legte das Schwangeren- und Familienhilfegesetz zudem fest, dass die BZgA Konzepte und Materialien (Broschüren, Filme etc.) unter anderem zur Familienplanung zu erstellen und zu verbreiten hat (Informationen, Konzepte für die Weiterbildung von Beraterinnen usw.). Seit 1997 hat die BZgA eine eigene Unterabteilung, das Referat „Sexualaufklärung und Familienplanung“.

Für ihre Arbeit in diesem Referat muss die BZgA wissen, wie Menschen in Deutschland zu den Fragen von Kindern, Familiengründung, Vereinbarkeit Familie und Beruf, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch stehen und ob und wo sie Beratung und Informationen brauchen. Daher gibt die BZgA regelmäßig Untersuchungen bei wissenschaftlichen Instituten in Auftrag, die ihr diese Auskunft geben.

Ansprechpartnerin bei der BZgA:
Angelika Hessling
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Maarweg 149-161
50825 Köln
Tel.: 0221 89992-238, Fax: 0221 8992-565
E-Mail: angelika.hessling@bzga.de

 

SoFFI F./Universität Freiburg als durchführende Einrichtungen des Projektes

Das Sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen | FIVE Freiburg (SoFFI F.) hat in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg das Konzept für die Befragung entwickelt und ist verantwortlich für die wissenschaftliche Qualität der Befragung und der Auswertung. Beide Einrichtungen werten die Daten aus und stellen den Auswertungsbericht zusammen.

Ansprechpartnerinnen bei SoFFI F. / Universität Freiburg:
Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Carina Pflügler
SoFFI F. an der Ev. Hochschule Freiburg
Bugginger Straße 38
79114 Freiburg
Tel.: 0761 47812-690 (Assistenz: Petra Stromberger)
E-Mail: soffi@eh-freiburg.de

 

KANTAR GmbH als Institut, das die telefonische Befragung durchführt

Die KANTAR GmbH ist ein renommiertes Institut, das Meinungsumfragen durchführt. In den KANTAR GmbH-Telefonstudios arbeiten geschulte Interviewerinnen, die Interviews auch in anderen Muttersprachen führen können. Datenschutz und Vertraulichkeit gehören zu den selbstverständlichen Standards. Die KANTAR (damals TNS Emnid) hat bereits die Befragung der Männer in der Studie „männer leben. Familienplanung im Lebenslauf“ übernommen.

Ansprechpartnerin bei KANTAR:
Frau Heidrun Bode                                              Herr Arthur Guzy
Tel.: 0521 - 9257 - 319                                        Tel.: 0521 9257 558
E-Mail: heidrun.bode@Kantar.com                    E-Mail: arthur.guzy@kantar.com

Stieghorster Straße 90
33605 Bielefeld