Projekte im Bereich Familie und Familienplanung

Seit etwa 20 Jahren ist Forschung zu Familie und Familienplanung ein Schwerpunkt des SoFFI F. 
Mit dieser Tradition ist das Institut die einzige Einrichtung in Deutschland, die systematisch und regelmäßig Fragen von Partnerschaft, Verhütung, (gewollten und ungewollten) Schwangerschaften und anderen Aspekten der reproduktiven Gesundheit untersucht.
Das Rückgrat der Forschungstradition bildet eine Folge von großen Bevölkerungsbefragungen zu Familienplanung im Lebenslauf im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Hinzu kommen regionale Untersuchungen zu Teilaspekten sowie Expertisen und Studien zu sexualpädagogischen Fragestellungen.

Eine Zusammenfassung wichtiger Ergebnisse enthält die 2017 erschienene Veröffentlichung von Cornelia Helfferich Familie und Geschlecht (utb/Barbara Budrich Verlag).
 

Die großen Studien im Auftrag der BZgA

Die aktuelle Studie frauen leben 3 – Familienplanung im Lebenslauf befragte Frauen und wird voraussichtlich 2020 abgeschlossen. In dieser Studie werden in drei Phasen dann insgesamt ca. 13.500 Frauen in zwölf Bundesländern zu ihrer aktuellen Familienplanung und zu zurückliegenden Schwangerschaften befragt. Teilnehmerinnen der Telefonbefragung Schwerpunkt sind ungewollt eingetretene Schwangerschaften.
+++ Nehmen Sie an der Telefonbefragung teil und haben Fragen dazu?
Hier finden Sie Antworten. +++

Mehrere Sonderauswertungen zu verschiedenen Teilaspekten der Familienplanung wurden durchgeführt, unter anderem zu den Kosten von Verhütung.

Vorher wurden 2006 bis 2010 Migrantinnen aus der Türkei und aus Osteuropa zu ihrer Familienplanung befragt: frauen leben 2 - Familienplanung und Migration im Lebenslauf von Frauen.

In der ersten Befragung wurden 1997 bis 1999 Frauen in drei Bundesländern befragt: frauen leben 1 – Familienplanung im Lebenslauf.    

Familienplanung ist nicht nur eine Frauenfrage, sondern sie betrifft ebenso Männer. 
2001 bis 2005 wurden Männer in der Studie männer leben – Familienplanung im Lebenslauf zu denselben Themen wie die Frauen in den anderen Studien befragt. Eine Impulsfinanzierung im „Programm zur Förderung der Forschungskompetenzen an Fachhochschulen“ der Baden-Württemberg-Stiftung ermöglichte 2008 bis 2009  eine kleinere qualitative Studie, in der Männer mit Migrationshintergrund zur Familienplanung in ihrem Leben befragt wurden: männer leben 2 – Familienplanung und Migration im Lebenslauf.

In einer Sonderauswertung zum Thema Verhütung - Verhalten und Orientierungen. Frauen und Männer im Vergleich wurden 2004 Ergebnisse der beiden Studien frauen leben 1 – Familienplanung im Lebenslauf und männer leben – Familienplanung im Lebenslauf zusammengeführt. Neueste Ergebnisse zum Thema "Geringes Einkommen, Sozialleistungsbezug und Verhütung" wurden im BZgA-Forum 02-2017 veröffentlicht.

Alle diese Studien im Auftrag der BZgA zeichnen sich aus durch:

  • einen Blick auf den gesamten Lebenslauf bei 20- bis 44-jährigen Frauen bzw. 25- bis 54-jährigen Männern,
  • die Verbindung eines standardisierten Fragebogens bei einer große Zufallsstichprobe mit offenen (qualitativ-  teilnarrativen) Interviews bei einer Teilgruppe („Methodenmix“),
  • ein übergreifendes Verständnis von Familienplanung, unabhängig davon, ob die Befragten Kinder oder eine/n Partner/in  haben oder nicht und in der Verknüpfung der privaten und der beruflichen Entwicklung.

 

Weitere durchgeführte Forschungsprojekte

Prevention of Teen and Unplanned Pregnancy in Germany
03/2010 - 10/2010
Schwanger ab 35 - Schwangerschaftserleben und Pränataldiagnostik bei Frauen ab 35 Jahren
12/2007 - 05/2008
Familiengründung im Studium - Eine Panel-Studie in Baden-Württemberg
10/2003 - 12/2006

Sonstige